Mit der umfassenden Sanierung eines Gebäudes aus dem Jahr 1900 entsteht künftig ein sicherer, funktionaler und klimafreundlich versorgter Wohnraum für bis zu 30 schutzbedürftige bzw. einkommensschwache Personen. Das Projekt umfasst den vollständigen Umbau aller drei Geschosse, um moderne und bedarfsgerechte Räumlichkeiten zu schaffen.
Im Zuge der Adaptierung werden je Ebene eine Wohnküche samt Abstellraum, zwei bis drei Schlafzimmer, Sanitärräume sowie alle erforderlichen Verkehrsflächen hergestellt. Zusätzlich steht den Bewohner:innen ein anschließender Gartenbereich zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Insgesamt entstehen 424 m² hochwertig sanierter Nutzfläche für soziale Wohnzwecke – weitere Zusatzflächen oder alternative Nutzungen sind nicht vorgesehen.
Ein zentrales Element des Projekts ist die energetische Modernisierung des Gebäudes. Neben Maßnahmen an Außenwand, oberster Geschossdecke, Dach sowie Fenstern und Türen wird auch die Wärmeversorgung an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Der bestehende Anschluss an ein hocheffizientes, klimafreundliches Nah- bzw. Fernwärmesystem wird optimiert, sodass das Gebäude mit einer nachhaltigen Nennleistung von 40 kW thermisch versorgt wird.
Die energetische Sanierung führt zu deutlichen Verbesserungen der Gebäudeperformance. Die jährlichen CO₂‑Emissionen sinken von zuvor 25,92 t auf 1,38 t – eine Reduktion von rund 95 %. Auch der Primärenergiebedarf wird massiv reduziert: von ursprünglich 126.272,24 kWh pro Jahr auf lediglich 27.548 kWh. Das entspricht einer Einsparung von rund 78 % und markiert einen wichtigen Fortschritt in Richtung energieeffizienter Bestandsentwicklung.
Mit dieser Modernisierung wird nicht nur dringend benötigter Wohnraum für geflüchtete bzw. besonders schutzbedürftige Menschen geschaffen, sondern zugleich ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Nutzung bestehender Bausubstanz geleistet. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie soziale Verantwortung, ökologische Sanierung und langfristige Energieeffizienz erfolgreich ineinandergreifen können.
Für die Umsetzung der Maßnahme wurden insgesamt rund 208.000 Euro investiert. Dank der Umweltförderung im Inland im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), abgewickelt über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC), konnten nahezu 100 Prozent der förderungsfähigen Kosten – konkret 207.600 Euro – aus Mitteln der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) gedeckt werden.

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Headerbild: © Presse & Foto Franz Gleiß
Bilder im Text: © Caritas St. Pölten

