Die Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft Straßwalchen regGenmbH setzt mit der geplanten Erweiterung ihres Nahwärmenetzes ein starkes Zeichen für regionale, erneuerbare Wärmeversorgung. Im Rahmen des aktuellen Projekts wird das bestehende Netz erheblich ausgebaut, um künftig 106 zusätzliche Abnehmer mit einer Anschlussleistung von 5.840 kW zu versorgen.
Zu den neu anzuschließenden Kund:innen zählen Wohnbaugesellschaften, Gewerbebetriebe und mehrere Kleinabnehmer. Gemeinsam mit der bisherigen Netzstruktur werden künftig 26 GWh Wärme pro Jahr an die Wärmekunden verkauft. Durch den Ausbau steigt die Gesamteffizienz des Systems auf fast 80 % – ein wichtiger Schritt hin zu einer noch nachhaltigeren und effizienten Wärmeversorgung der Region.
Herzstück der Versorgung bleibt der bestehende 7 MW‑Biomasseheizkessel, der künftig die zusätzliche thermische Energie von rund 4.800 MWh/a bereitstellt. Als Brennstoffe kommen künftig verstärkt regionale Ressourcen wie Rinde, Sägenebenprodukte und Waldhackgut zum Einsatz, die durch langfristige Lieferverträge gesichert sind.
Durch die erweiterte Anlage können jährlich große Mengen fossiler Energieträger ersetzt werden. Im Vergleich zum bisherigen Versorgungssystem werden 4,2 GWh Heizöl eingespart. Zusätzlich werden auch 45 MWh Strom, 26 MWh Holzpellets und 6,5 MWh Stückholz ersetzt.
Dies führt zu einer jährlichen CO₂‑Reduktion von rund 1.900 Tonnen und leistet damit einen erheblichen Beitrag zu den regionalen und nationalen Klimazielen.
Mit dieser Maßnahme stärkt die Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft Straßwalchen nicht nur ihre Rolle als zuverlässiger, regionaler Energiedienstleister, sondern setzt ein klares Zeichen für die Energiewende im ländlichen Raum. Die Erweiterung des Nahwärmenetzes zeigt, wie klimafreundliche Wärmeversorgung ökologischen Nutzen, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Stabilität vereinen kann.
Insgesamt investierte das Unternehmen für dieses Klimaschutzprojekt rund 2.175.460 Euro, wovon insgesamt rund 543.870 Euro staatlich gefördert werden konnten: Dank der Umweltförderung im Inland im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), abgewickelt über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC), wurden rund 326.320 Euro der Investitionskosten gefördert, hinzu kommt die Landesförderung, bestehend aus rund 217.550 Euro.
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