UFI August 2026

Ausbau der Nahwärme Persenbeug-Gottsdorf: 48 neue Anschlüsse für klimafreundliche Wärme

25. August 2026
2 min. Lesezeit

Mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes in Persenbeug-Gottsdorf in Niederösterreich investiert die n.nahwaerme.at Energiecontracting GmbH in eine zukunftsfähige und klimafreundliche Wärmeversorgung. Durch die Erweiterung des bestehenden Netzes und der Heizzentrale können künftig zahlreiche zusätzliche Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Betriebe mit erneuerbarer Wärme aus Biomasse versorgt werden.

Erweiterung des Nahwärmenetzes für zusätzliche Kund:innen
Am Standort Persenbeug-Gottsdorf wird das bestehende Nahwärmenetz um 48 neue Abnehmer mit einer Anschlussleistung von insgesamt rund 1.500 kW erweitert. Zu den neuen Kund:innen zählen Wohnbaugesellschaften, öffentliche Einrichtungen, Gewerbebetriebe sowie mehrere Kleinabnehmer. Gemeinsam mit den bereits angeschlossenen Abnehmern steigt die jährlich bereitgestellte Wärmemenge auf insgesamt 2.913 MWh.

Ausbau der Heizzentrale mit regionaler Biomasse
Zur Versorgung des erweiterten Netzes wird die bestehende Heizzentrale durch zwei neue Biomasseheizkessel mit jeweils 463 kW Leistung ergänzt. Als Brennstoffe kommen Energiegras (Miscanthus) und Waldhackgut zum Einsatz. Für einen effizienten Lastenausgleich wird zudem ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 46 m³ errichtet.

 

Ernte des Rohstoffes Miscanthus

Deutliche Einsparungen fossiler Energie und CO₂
Durch die Umsetzung des Projekts werden jährlich rund 1,8 GWh Heizöl, 325 MWh Pellets, 466 MWh Strom und 228 MWh Stückholz ersetzt. Dadurch können etwa 807 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der regionalen Wärmeversorgung und zum Klimaschutz in Niederösterreich.

Förderungsmittel unterstützen die Umsetzung
Die Gesamtinvestition beträgt rund 3,18 Mio. Euro. Im Rahmen der Umweltförderung im Inland werden rund 477.000 Euro an Förderungsmitteln bereitgestellt. Zusätzlich unterstützt das Land Niederösterreich das Vorhaben mit rund 318.000 Euro an Förderungsmitteln. Die Förderungsabwicklung der Bundesförderung erfolgt durch die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).

 

Lagerung des Rohstoffes Miscanthus
 

Bildrechte: © Johannes Furtlehner

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