Mit dem Ausbau ihres Fernkältenetzes im Bereich Theater im Prater erweitert die Wien Energie GmbH die umweltfreundliche Kälteversorgung in Wien. Durch die neue Leitungsinfrastruktur können zusätzliche Gebäude an das Fernkältesystem angeschlossen werden. Das Projekt trägt zur Dekarbonisierung der Energieversorgung bei und stärkt die nachhaltige Infrastruktur der Bundeshauptstadt.
Fernkältenetz wird erweitert
Das bestehende Fernkältenetz von Wien Energie umfasst derzeit rund 33 Kilometer Leitungen und versorgt rund 300 Gebäude mit Kälte. Im Rahmen des Projekts wird eine rund 700 Meter lange Trasse errichtet, über die ein weiterer Abnehmer an das Netz angeschlossen werden kann. Durch den Anschluss des neuen Abnehmers können künftig jährlich rund 1.200 MWh Kälte bereitgestellt werden. Die zusätzliche Anschlussleistung beträgt 1.500 kW.
Nachhaltige Kälte aus erneuerbarer Energie und Abwärme
Die Kälte wird mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energieträgern sowie durch die Nutzung industrieller Abwärme erzeugt. Durch diese ressourcenschonende Form der Kälteversorgung mittels Absorptionskältemaschinen (mit thermischer Energie) und Kompressionskältemaschinen (elektrisch betrieben) erfüllt das Projekt bereits heute die Anforderungen an die Dekarbonisierung bis 2035 und unterstützt die klimafreundliche Entwicklung des Energiesystems.
Weniger Emissionen, mehr Klimaschutz
Im Vergleich zu einer konventionellen Kälteerzeugung können durch diese Netzerweiterung jährlich rund 50 Tonnen CO₂ eingespart werden. Gleichzeitig ermöglicht die hohe Auslastung der neuen Infrastruktur eine effiziente Nutzung der eingesetzten Energie. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Energienetze weiterentwickelt und zusätzliche Klimaschutzpotenziale erschlossen werden können.
Förderungsmittel unterstützen den Ausbau
Die Investitionskosten für die Erweiterung des Fernkältenetzes belaufen sich auf rund 2,39 Mio. Euro. Im Rahmen der Umweltförderung werden Förderungsmittel in Höhe von rund 597.000 Euro bereitgestellt. Die Förderungsabwicklung erfolgt durch die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Fotorechte: © Wien Energie Mitarbeiter

