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Brau Union Österreich setzt auf neue Dampfkesselanlage in Wieselburg und will dort bis 2025 Bier CO2 neutral produzieren

Veröffentlicht am 02. Jänner 2024
3 min. Lesezeit

Die Brau Union Österreich AG wurde im Jahr 1998 aus der Fusion zwischen Österreichische Brau AG und der Steirerbrau gegründet. Seit 2003 gehört das Unternehmen zum Mutterkonzern Heineken und gilt als Musterbeispiel dafür, wie stark sich österreichische Unternehmen in internationalen Konzernen positionieren können.

Mit seinen 2.700 Mitarbeitern in ganz Österreich sorgt die Brau Union dafür, dass rund 49.000 Kunden und Millionen Bierliebhaber im ganzen Land mit Bier versorgt werden. Dass sie dabei auf beste Rohstoffe, höchste Qualität und nachhaltige Produktion – sowohl im Umwelt- als auch im gesellschaftlichen Bereich – setzt, versteht sich dabei von selbst. Dafür wurde das Unternehmen mit dem Prädikat „GREEN BRAND“ ausgezeichnet.

Für die Brau Union Österreich ist es von Priorität ein Zeichen zu setzen, mit gutem Beispiel voranzugehen und eine lebenswertere Zukunft für kommende Generationen zu hinterlassen. Technologie, Fortschritt und Effizienz sind für sie kein Selbstzweck – die Werte des Klimaschutzes und der Bewahrung der Natur werden an jedem einzelnen ihrer Standorte tagtäglich gelebt. 

Mit der Errichtung einer neuen Dampfkesselanlage am Betriebsstandort in Wieselburg (NÖ) plant das Unternehmen nun einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Die Brau Union betreibt vor Ort bereits ein Dampfkesselhaus, welches zur Dampf- und Wärmebereitstellung für den Produktionsablauf benötigt wird. Zurzeit werden zwei Dampfkesselanlagen eingesetzt, welche mit Erdgas betrieben werden. Mit vorliegendem Projekt soll der Einsatz von Bioethanol zur Substitution von Erdgas ermöglicht werden.

Die Dampfkessel I und II liefern derzeit eine Wärmemenge von rd. 11.200 MWh/a. Mit der Umstellung auf den Einsatz von Bioethanol soll der Dampfkessel I nur noch als Ausfallsreserve bestehen bleiben. Der Dampfkessel II soll gänzlich durch eine neue Dampfkesselanlage ersetzt werden, welche in der Lage ist, Bioethanol als Brennstoff einzusetzen. Laut Prognose soll die Anlage zu 97 % mit Bioethanol betrieben werden. Für die Spitzenlastabdeckung wird mit einem Erdgaseinsatz von zusätzlich 3 % gerechnet.

Das Bioethanol entsteht im Entalkoholisierungsprozess der Brauerei als biogener Reststoff. Für die Produktion des alkoholfreien Bieres wird der Alkohol (Ethanol) aus dem Originalbier mittels Vakuumdestillation destilliert. Jährlich stehen durch diesen Prozess rd. 1.050.000 l Bioethanol zur Verfügung. Bisher wurde dieses Nebenprodukt für industrielle Zwecke weiterverkauft. In Eigenverwertung können damit zukünftig rd. 3.800 MWh/a Wärme bereitgestellt werden. Die Differenz zur bisherigen Eigenproduktion wird zukünftig über eine biogene Ferndampfversorgung von einem benachbarten Sägewerk bezogen. Durch die Investition können allein durch den Ersatz von Erdgas durch Bioethanol jährlich rd. 1.200 t CO2 eingespart werden.

Rund 1,2 Mio. Euro investiert die Brau Union Österreich AG in die Realisierung dieses zukunftsorientierten Großprojekts. Davon werden 360.000 Euro durch Förderungen aus der „Umweltförderung im Inland“ bereitgestellt. Die Kommunalkredit Public Consulting ist für die Förderungsabwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) zuständig.

 

Copyright Fotos: © Brau Union Österreich AG

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